SMART oder PSÖMM?

Ich liebe diese Zeit zwischen den Jahren. Es fühlt sich immer ein bisschen an, als würde die Zeit stehenbleiben.

Ich nehme mir gerne bewusst Zeit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und zu reflektieren, DANKE zu sagen und auch ein bisschen stolz zu sein.

Zur Reflektion des vergangenen Jahres habe ich dir hier nochmal das Dokument verlinkt, das ich schon letztes Jahr mit euch geteilt hatte – auf explizite Nachfrage habe ich es hervorgeholt, es hat euch also gut gefallen und geholfen 🙂

Nach dem Rückblick auf 2020 folgt natürlich die Zielsetzung für das Jahr 2021! Das Jahr ist wie ein weißes Blatt Papier, auf das du deine Geschichte schreiben kannst. Mit welchen Themen soll sich die Hauptfigur (das bist DU!) beschäftigen, welche neuen Dinge lernen, welche spannenden Entdeckungen machen und Abenteuer erleben?

Um dich bei der Zielsetzung für 2021 zu unterstützen, habe ich für dich dein Jahres-Rad 2021 erstellt! Du kannst es dir hier als Vorlage herunterladen:

Neben den Themen, die ich dir vorschlage (wie Finanzen (natürlich), Freunde, Gesundheit, Spaß oder Karriere), gibt es ein freies Feld für ein zusätzliches Thema, das dir besonders am Herzen liegt. Ich empfehle dir, dir sehr spezifische Ziele zu setzen und davon nicht mehr als drei pro Thema.

In Modul 4 des Online-Kurses („Zielsetzung“) habe ich extra ein Finanz-Rad entwickelt, mit dem du die Zielerreichung deiner finanziellen Ziele sehen kannst.

Gut formulierte Ziele

Bei der Zielsetzung ist es wichtig, dass diese Ziele möglichst konkret sind. „Ich möchte mich um meine Finanzen kümmern“ ist nicht konkret.

Ich möchte dir zwei verschiedene Methoden vorstellen, um gute Ziele zu setzen. Die Methoden ähneln sich, haben aber teilweise unterschiedliche Aspekte:

SMART

Die SMART-Methode kommt aus dem Projektmanagement. Dabei sollten deine Ziele folgende Kriterien erfüllen:

S: Spezifisch. Was genau möchtest du erreichen? Beispiel: „Mich um meine Finanzen kümmern“ ist nicht spezifisch. „Bis zum Ende des Jahres mein Depot einrichten und 1.000 € an der Börse investieren“ ist spezifisch.

M: Messbar. Woher weißt du, ob du erfolgreich warst? „Viel“ ist nicht messbar; „1.000 €“ hingegen schon.

A: Attraktiv. Ein positives, attraktives Ziel vor Augen motiviert dich viel mehr als etwas, wovor du wegrennst oder worauf du keine Lust hast. Deshalb rede ich immer von der Altersvorfreude anstelle der Altersvorsorge.

R: Realistisch. Du solltest selbst in der Lage sein, dein Ziel zu erreichen. „Die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen in Deutschland beenden“ ist ein löbliches Ziel, das aber möglicherweise nicht nur in deinen Händen liegt, sondern in denen vieler anderer Menschen und Institutionen. Wie könntest du das Ziel umformulieren, damit es für dich ausführbar ist? (Z.B: In meinem Unternehmen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gleiche Gehälter zahlen.)

T: Terminiert. Bis wann möchtest du dein Ziel erreichen? Gib ihm ein konkretes Enddatum, evtl. mit Daten für die Zwischenziele.

PSSÖM

In meiner Coaching-Ausbildung habe ich neulich die PSSÖM-Methode zur Zielsetzung kennengelernt. Diese Buchstaben stehen für folgende Kriterien:

P: Positiv formuliert. Was möchtest du erreichen? Nicht: Was möchtest du weniger tun? (Weniger Geld ausgeben → Nur noch Geld für sinnvolle Dinge ausgeben.)

S: Spezifiziert. Wann, wo, wie möchtest du dieses Ziel erreicht haben? Wie fühlst du dich, wenn du dieses Ziel erreicht hast?

S: Selbst erreichbar. Passt das Ziel in seiner Größe zu dir, und kannst du es mit deinen eigenen Möglichkeiten (inkl. der Möglichkeit, um Hilfe zu bitten) erreichen?

Ö: Ökologisch. Wie wirkt sich dieses Ziel auf deine anderen Lebensbereich und auf dein Umfeld (deine „Ökologie“) aus? Beispiel: Wenn du weniger Geld ausgeben möchtest, könnte das bedeuten, dass du weniger häufig mit deinen Freundinnen essen gehst. Wie kannst du sie mit an Board nehmen, damit es keinen Konflikt mit deinem Ziel gibt?

M: Motivierend. Warum möchtest du dieses Ziel erreichen? Stell dir vor, du hättest dein Ziel bereits erreicht: Wie fühlst du dich? Was ist das Beste daran? Versetz dich ganz stark in dieses Gefühl und nimm es als Motivation mit.

Es ist DEIN Leben

Egal, welche Methode dir besser gefällt, oder ob du deine Ziele ganz anders setzt: Du bist die Hauptrolle in deinem Leben, und genau so solltest du dein Leben in deine eigenen Hände nehmen. Um es mit Pippi Langstrumpf zu sagen:

Sei freu und wild und wunderbar!

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2 Replies to “SMART oder PSÖMM?”

  1. Christel Hoffmann

    Ja, das Smart- Konzept spricht mich wirklich an. Das ist messbar und klar formuliert. Nichts Wolkiges, wie man es nur gar zu gern zu Anfang des Jahres sich vornimmt, was sich dann alles als heiße Luft herausstellt.

  2. Dorothée

    Jaaa – die Sache mit den Zielen. Ich habe auch letztes Jahr Deine Reflexions-Fragen genutzt und für 2020 sowohl abstrakte Ziele als auch Smart-Ziele formuliert. Ein bisschen ehrgeizig, ein bisschen optimistisch – und dann kam C-19. Natürlich wurden Vorhaben sukzessive verändert, gestrichen, geschrumpft – und der Rückblick zeigt das ungeschönt!!
    Für 2021 bekommt also ein anderer Aspekt mehr Bedeutung: Ziele so zu formulieren, dass sie unabhängig von anderen sind! Und: Den Fokus auf die Fülle richten, also statt „weniger Essen“ lieber „mehr verbrennen“, statt „weniger ausgeben“ lieber „mehr einnehmen“!

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