Was kostet die Welt?

… oder besser: Was kostet das Kind?

Ich finde, eigentlich sollten bei der Frage, ob wir Kinder haben wollen oder nicht, die Kosten keine Rolle spielen. Die Entscheidung für oder gegen Kinder hängt von so vielen Faktoren ab – Finanzen sollte keiner sein.

Gleichzeitig lesen wir immer wieder, dass Kinder teuer sind. Auch wenn Finanzen kein entscheidender Faktor sind, spielen sie dennoch eine große Rolle. Junge Eltern (oder solche, die es werden wollen) sollten Kinder daher in ihre Finanzplanung einbeziehen.

Quelle: Mr. & Ms. Panda

 

Leider lässt sich nicht berechnen, wie viel ein Kind mindestens kostet. Die Werte, die man finden kann, sind meistens Durchschnittswerte. Es gibt also Menschen, die deutlich mehr als das ausgeben, und solche, die darunter bleiben. Als Orientierung kann es hilfreich sein, diese Werte zu kennen.

Wir schauen sie uns daher heute mal an.

Zunächst können wir sagen: Kinder kosten mehr, je älter sie werden.

Quelle: Statistisches Bundesamt. Zahlen für 2013.

Von der Geburt bis zur Einschulung kosten Kinder durchschnittlich gut 7000€ pro Jahr. Zwischen dem 6. und dem 12. Lebensjahr kosten sie im Schnitt jährlich 8232€, und in der Pubertät (zwischen 12 und 18 Jahre) wird es mit 9408€ pro Jahr richtig teuer. Kleidung, Musikunterricht, Handy… das sind die Dinge, die mit zunehmendem Alter mehr kosten.

Die Kosten pro Kind sinken, wenn wir mehr Kinder haben. Während das erste Kind noch 660€ pro Monat kostet, sind es beim dritte „nur“ noch 564€ monatlich. Klar: Alle großen Anschaffungen für die ganz Kleinen (Babybett etc.) braucht man nur einmal, und auch später kann man z.B. das Kinderfahrrad vom großen an das kleinere Geschwisterkind weitergeben.

Quelle: Statistisches Bundesamt. Zahlen für 2013.

 

Ich habe auch immer die alte Kleidung meiner großen Geschwister getragen 😊 Und die meiner Cousinen und Cousins – wir hatten ein lustiges Familien-Kleider-Karussell!

Ich finde diese Zahlen ziemlich beeindruckend. Wenn man sich noch keine Gedanken darüber gemacht hat, wie teuer Kinder sind, klingen fast 150.000€ bis zur Volljährigkeit verdammt viel. Und danach wird es unter Umständen ja nicht sofort besser – eine Ausbildung ist teilweise ganz schön teuer.

Es ist wichtig, diese Zahlen zu kennen, ohne sich von ihnen abschrecken zu lassen. Denn wenn wir wissen, dass Kinder in späteren Zeiten mehr Geld kosten, können wir uns bereits langfristig darauf vorbereiten: Wenn ich z.B. von Geburt meines Kindes an monatlich 50€ spare, habe ich an seinem 12. Geburtstag 7200€ angespart. Dieses Geld kann ich dann langsam wieder „absparen“. Ich könnte mir entweder monatlich einen bestimmen Betrag auszahlen, um die monatliche finanzielle Last zu senken. Ich könnte auch größere Ausgaben – neue Sportschuhe, ein neues Fahrrad, ein Musikinstrument – davon bezahlen.

Vorsorgen für Kinder heißt nicht nur, meine Kinder abzusichern oder ihnen zum 18. Geburtstag ein großes Geschenk machen zu können. Es heißt vielmehr, so vorausschauend zu planen, dass meine Familie für die verschiedenen Lebenssituationen finanziell vorbereitet ist.

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