Die besten Haushaltsbuch-Apps

Während unserer Videokonferenzen zum Haushaltsbuch (hier kannst du dir die Excel-Vorlage herunterladen) kam öfters die Frage auf, welche gute Handy-App es dafür gibt. Klar, das Handy hat man immer dabei und kann schnell alles direkt im Laden an der Kasse festhalten, oder während man z.B. in der U-Bahn sitzt.

In unserer Female Finance Forum Facebook-Gruppe gibt es einige App-Nutzerinnen, die heute verraten, welche App sie nutzen und was an der so toll ist. Hier kommen die fünf Lieblinge aus der Facebook-Gruppe: 

App: Money Lover (vorgestellt von Heidi)

Name der App: Money Lover (verfügbar für iPhone, Android, Windows Phone, Desktop)

Kosten: Standardversion kostenlos, Premium 16€ einmalig (wobei man schnell einen 50% Rabatt angeboten bekommt)

Funktionen:

  • mehrere Nutzer möglich
  • Quittungen fotografieren
  • verschiedene Brieftaschen
  • verschiedene Währungen
  • festlegen von Budgets, Sparziele
  • … so vieles mehr.

Warum gefällt dir die App?

  1. Brieftaschen

Man hat die Möglichkeiten verschiedene Brieftaschen anzulegen. Auf Reisen war es bisher immer sehr praktisch, dass man auch Brieftaschen in verschiedenen Währungen haben konnte. Es ist auch möglich, eine oder mehrer Brieftaschen (z.B. Sparkonto) vom Gesamtbetrag auszuschließen – so sieht man immer nur das Geld, was man tatsächlich fürs tägliche Leben zur Verfügung hat. Man kann auch Geld zwischen verschiedenen Brieftaschen verschieben. So ist es einfacher zu sparen oder Sparpotential zu erkennen.

Gemeinsame Brieftaschen sind auch möglich, z.B. für gemeinsame Reisen, eine WG-Kasse oder gemeinsame Finanzen in einer Beziehung.

2. “Quick Add” und Erinnerung

In der Android Version kann man einen “Quick Add”-Button hinzufügen. So kann man von überall schnell eine Ausgabe eintragen. Wenn man möchte, wird man auch jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit daran erinnert, seine Ausgaben einzutragen.

3. Budgets und Sparziele

Man kann für verschiedene Kategorien Budgets erstellen. Es gibt auch einen Reisemodus, dann werden alle Ausgaben in einem bestimmten Zeitraum einer Reise zugeordnet.

Man kann sich zudem Sparziele und Projekte setzten.

Es gibt eine Schulden/Darlehen-Funktion. Hier kann man auch eintragen, wenn man jemanden Geld geliehen hat, welches man gerne wieder sehen möchte. Oder wenn man z.B. einen Kredit abbezahlen muss.

Zudem gibt es ganz nette Statistiken wo man sehen kann, wohin das Geld alles fließt.

Ich habe die App bereits vor vielen Jahren ausprobiert. Seit ungefähr 1,5 Jahren ein benutze ich sie regelmäßig. Da ich sehr wenig Bar bezahle, habe ich angefangen, jeden Sonntag meine Kontoauszüge anzuschauen und die aktuellen Kontostände einzutragen. So habe ich immer einen guten Überblick und bemerke auch schnell, wenn da mal etwas schief läuft.

App: Wally (vorgestellt von Judith)

Name der App: Wally (verfügbar für iPhone, Android)

Kosten: Standardversion kostenlos; es sollen demnächst kostenpflichtige Premium-Features eingebaut werden.

Funktionen:

  • Link mit (Kredit-)Karte (in Deutschland nicht möglich)
  • Vordefinierte Kategorien, die man selber erweitern kann
  • Standortfunktion, um nachzuvollziehen, wo du das Geld ausgegeben hast
  • Quittungen abfotografieren
  • Übersichtscharts (monatlich, jährlich, und beliebig aggregierbar)

Warum gefällt dir die App?

Monatlich wiederkehrende Ausgaben (Miete, etc.) kann man automatisieren, das erleichtert es einem, nichts zu vergessen. Außerdem bekommt man so am Start erstmal einen richtig guten Überblick über große Kostenblöcke, die jeden Monat automatisch anfallen.

Wenn man ein Sparziel definiert, berechnet die App ein “tägliches Budget”. Ich fand das eher verzerrend, da man an manchen Tagen einfach mehr ausgibt als an anderen; gegen Monatsende wurde diese Aufstellung aber wirklich interessant. Insgesamt habe ich die App ein Jahr genutzt – danach hat man wirklich ein besseres Gefühl für Geld.

Insgesamt ist die App sehr intuitiv zu benutzen und Ausgaben/ Einnahmen können sehr schnell eingetragen werden. Für mich hatte sie fast einen gewissen Suchtfaktor, da ich immer direkt im Moment der Ausgabe eingetragen habe.

App: Splitwise

Name der App: Splitwise (verfügbar für iPhone, Android, Desktop)

Kosten: kostenlos

Funktionen:

  • mehrere Nutzer möglich
  • mehrere Gruppen möglich
  • verschiedene Währungen
  • festlegen von Budgets, Sparzielen

Warum gefällt dir die App?

Man kann Gruppen anlegen, z.B. Urlaub 20XX, die Ausgaben mit anderen per E-Mail teilen (und andere Nutzer ans Begleichen erinnern ;)) und hat immer eine aktuelle Übersicht darüber, wer wem was schuldet.

Die App ist schön übersichtlich, unterstützt viele verschiedene Währungen und alles was man eintragen möchte z.B. gleichmäßig geteilt, 80% und 20% teilen gibt es als Funktion. Hab eine Zeitlang IOU als Basisversion genutzt und fand das nie so intuitiv wie Splitwise.

App: YNAB (vorgestellt von Jacqueline)

Name der App: YNAB (“You need a budget”) (verfügbar für iPhone, Android, Desktop)

Kosten: 83,99$ pro Jahr (ca. 70 EUR); Testversion kostenlos für 34 Tage

Funktionen:

  • sowohl im Browser als auch über App nutzbar
  • Budgetierung in selbst definierbaren Kategorien
  • Kreditkartenkontostand ist sehr übersichtlich dargestellt
  • Ziele definieren
  • Statistiken über Einnahmen/Ausgaben und Vermögenssituation

Warum gefällt dir die App?

Budgetieren ist mehr als nur Haushaltsbuch führen, da es meine Kaufentscheidungen beeinflusst und ich nicht nur rückwirkend feststelle “oh, das wollte ich mir gar nicht leisten”.

Ich kann Ziele definieren, um zum Beispiel für einen Urlaub zu sparen oder an Ausgaben zu denken, die nur jährlich oder quartalsweise auf mich zukommen.

Ich habe nicht nur mein Budget, sondern auch mein Vermögen im Blick. Über die Statistik-Funktionen kann ich nicht nur sehen, ob ich mit meinem regelmäßigen Einkommen auskomme, sondern auch wie viel ich zur Seite legen kann und wie sich mein Vermögen verändert.

Es gibt regelmäßig Info-Mails, die wirklich sehr gut erklären, wie YNAB eingesetzt werden kann.

Was ich nicht so gut finde:

Synchronisierung mit deutschen Banken funktioniert derzeit nicht.

App: Daily Budget (vorgestellt von Myriam)

Name der App: Daily Budget (verfügbar für iPhone)

Kosten: Standardversion kostenlos; Premium-Version 6,99$ einmalig.

Funktionen:

  • Monatsbudget, das in Tagesbudgets aufgeteilt wird
  • Vordefinierte Kategorien, die man selber erweitern kann
  • Übersichtscharts
  • Sparziel erstellen

Warum gefällt dir die App?

Monatlich wiederkehrende Ausgaben (Miete, etc.) kann man automatisieren. Ich habe alle Fix-Ausgaben eingetragen und kann jetzt täglich sehen, wieviel Geld ich pro Tag ausgeben kann. Und wenn ich mal mehr ausgebe, sehe ich, bis wann ich mich ein wenig einschränken muss. Ähnlich funktioniert es beim Sparziel: Sie sagt mir, wieviel ich täglich sparen muss, um zu meinem Ziel zu kommen, und aktualisiert das immer.

Und sie erinnert mich jeden Abend daran, meine Ausgaben einzutragen.

Ich hoffe, du findest hier auch eine App, mit der du glücklich wirst. Hast du eine andere App oder eine ganz andere Methode, die noch nicht vorgestellt wurde? Schreib gerne einen Kommentar oder schreib mir eine Email.

 
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11 Replies to “Die besten Haushaltsbuch-Apps”

  1. Alexey

    Hallo Claudia,
    Super Beitrag! Ich selbst nutze die App Zuper und kann diese ebenfalls als Alternative sehr empfehlen.
    Auch hier lassen sich alle Konten und Karten in einer App verbinden. Es kann auch ein Haushaltsbuch geführt werden und so hat man immer alles im Blick. Ist dir die App bereits bekannt?

    LG

  2. Christian

    Schöner Beitrag! Finde die Apps teilweise aber schon sehr teuer!
    Ich nutze die App “MoneyPlus”. Kostenlos und zum Glück ohne Werbung – Daueraufträge sind auch möglich. Das spart jeden Monat eine Menge Tipp-Arbeit! 🙂

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