ETFs und aktive Fonds: Sterneköchin oder Omas Rezeptesammlung

Letzte Woche habe ich dir den Unterschied zwischen ETFs und aktiven Fonds erklärt. Hier nochmal die Übersicht:

ETF (passiver Fonds) aktiver Fonds
Ein Computer folgt einem Index, also einer vorgegebenen Definition (z.B. die größten Unternehmen aus allen Industrie- und Schwellenländern). Eine Fondsmanagerin entscheidet, in welche Unternehmen investiert wird.
Der Computer kostet wenig Geld. Die Fondsmanagerin kostet Geld.
Dem Computer sind Emotionen völlig egal. Die Fondsmanagerin ist von Emotionen getrieben.
Der Computer folgt stur dem Index, ohne Wertung. Die Fondsmanagerin hat möglicherweise Spezialwissen.

Ein Fonds ist ein Restaurant

Ich hatte das Investieren in Aktien mit einem aufwändigen Essen verglichen: „Wenn du für dich alleine alle verschiedenen Zutaten und Gewürze kaufen möchtest, hast du viel Aufwand und hohe Kosten. Ein Restaurant kauft dieselben Zutaten, kann die Kosten aber auf viele Kundinnen verteilen. Du kannst einfach eine Portion bestellen und hast geringere Kosten und weniger Aufwand, als wenn du selbst kochen würdest.“

Aktiver Fonds = Sterneküche

In dieser Analogie kannst du einen aktiven Fonds mit einem Sternerestaurant vergleichen: Die Sterneköchin kocht super, ist aber teuer. Außerdem kann es sein, dass auch sie sich mal vergreift (Avocado als Superfood? Längst vorbei! Austern? Geschmackssache!). Und vor allem musst du es dir leisten können, täglich in einem Sternerestaurant zu essen.

ETF = Omas Rezeptesammlung

Ein ETF ist dagegen eher Omas Rezeptesammlung: Es gibt keine neuen, hippen Rezepte einer Sterneköchin, und Superfoods sind nur durch Zufall vorhanden. Dafür sind es bodenständige und günstige Zutaten, die vielen Menschen gut schmecken (Erbsensuppe und Apfelkuchen). Und wir können es uns leisten, jeden Tag daraus zu kochen.

Welches Restaurant ist das richtige?

Es gibt unglaublich viele Sternerestaurants weltweit, und es gibt sogar noch mehr Rezeptesammlungen. Was ist für dich die beste Wahl?

Da gibt es verschiedene Kriterien, die für dich relevant sind. Diese Kriterien kannst du bald hier nachlesen. Oder per Video im Online-Kurs „Investieren mit ETF„.

 

 

 

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4 Replies to “ETFs und aktive Fonds: Sterneköchin oder Omas Rezeptesammlung”

  1. Jutta Kath

    Ich hoffe, die Fondsmanagerin ist nicht zu sehr von Emotionen getrieben. Emotionen einzubeziehen ist wichtig, das gilt für jede Art der Entscheidungsfindung (Daniel Kahnemann nennt dies System 1, andere das emotionale Erfahrungsgedächtnis). Das wird ergänzt durch System 2, die Ratio, die etwas langsamer arbeitet. Beide Syteme in Einklang zu bringen, ist die wahre Kunst guter Entscheidungen und damit kann die gute Fondsmangerin bessere Ergebnisse erzielen. Ich setze daher auf beides. ETFs, die ich selbst auswähle (zum Beispiel nach Input von 3f) und kontrolliere, plus gute Anlageberatung durch qualifizierte Beratung.

  2. Jutta Kath

    Ich hoffe, die Fondsmanagerin ist nicht zu sehr von Emotionen getrieben. Emotionen einzubeziehen ist wichtig, das gilt für jede Art der Entscheidungsfindung (Daniel Kahnemann nennt dies System 1, andere das emotionale Erfahrungsgedächtnis). Das wird ergänzt durch System 2, die Ratio, die etwas langsamer arbeitet. Beide Syteme in Einklang zu bringen, ist die wahre Kunst guter Entscheidungen und damit kann die gute Fondsmangerin bessere Ergebnisse erzielen. Ich setze daher auf beides. ETFs, die ich selbst auswähle (zum Beispiel nach Input von 3f) und kontrolliere, plus gute Anlageberatung durch qualifizierte Beratung. Die Zahlen sprechen für sich, seit ca 20 Jahren.

  3. Anne

    ETFs haben ganz klar viele Vorteile. Ein Minuspunkt ist für mich, dass es leider noch keine „dunkelgrünen“ ETFs gibt. Wem der Aspekt Nachhaltigkeit sehr wichtig ist, der kommt bis jetzt um aktive Fonds leider noch nicht drumherum…

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