No Risk, no Fun? Oder doch lieber versichert?

Immer wieder bekomme ich die Frage gestellt: Sollte ich nicht erst meine Risiken absichern? Dazu würde ich sagen: Auf jeden Fall! Zu schauen, welche Versicherungen für dich sinnvoll sind, ist ein wichtiger Schritt.

Bevor du eine Versicherung abschließt, denke daran: Nichts ist teurer als eine Versicherung, die du nicht brauchst.

Versicherungen bilden das Fundament unseres Finanz-Hauses:

Neben der Krankenversicherung, die in Deutschland Pflicht ist, stellt sich in diesen drei Bereichen für viele von uns die Frage nach einer Versicherung:

  1. Arbeitskraft
  2. Vermögen
  3. Abhängigkeit

Schauen wir uns diese Bereiche im Detail an.

  1. Arbeitskraft

Deine Arbeitskraft ist vermutlich über viele Jahre deines Arbeitslebens deine größte Einnahmequelle. Du kannst dir leicht ausrechnen, wie hoch der jährliche Verlust wäre, wenn du nicht mehr arbeiten könntest. Hier kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll sein. Du solltest sie möglichst frühzeitig abschließen, da sie sonst tendenziell teuer wird und ggf. gewisse Vorerkrankungen ausgeschlossen werden.

  1. Vermögen

Um dein Vermögen abzusichern, kannst du eine Haftpflichtversicherung abschließen. Eine Haftpflichtversicherung zahlt, wenn du das Eigentum einer anderen Person beschädigst. Beispiel: Du schüttest eine Tasse Kaffee über den Laptop einer Kommilitonin. Ärgerlich. Wenn du eine Haftpflichtversicherung hast, musst du diesen Schaden nicht aus eigener Tasche bezahlen. Stell dir jetzt vor, es handelt sich um höhere Summen, weil du das Auto oder die alte Ming-Vase von Oma zerstört hast. Dann bist du richtig dankbar für so eine Versicherung.

  1. Abhängigkeit

Wenn es Menschen gibt, die von dir abhängig sind (Kinder, Partner), könnte es sich lohnen, über eine Lebensversicherung nachzudenken. Diese zahlt entweder monatlich für einen bestimmen Zeitraum (z.B. bis zu deinem errechneten Renteneintritt), oder einen einmaligen Betrag. Auch wenn du einen Kredit abbezahlen muss, solltest du darüber nachdenken, da dieser Kredit sonst auf deine Erben übergeht.

Allgemein lohnt es sich, mit klarem Kopf durchzurechnen: Wie hoch ist dein jährlicher Beitrag? Wie viele Jahre zahlst du ein? Wie hoch ist also die Summe, die du einzahlst? Wie hoch ist die Summe, die du am Ende garantiert ausgezahlt bekommst? Wie könntest du die eingezahlte Summe alternativ anlegen, und wie viel Rendite würdest du damit erwirtschaften? Und natürlich: Wie wahrscheinlich ist es, dass der Schadensfall eintritt?

Um dich einzulesen in die Thematik der Versicherungen, findest du hier einige gute Informationsquellen:

Stiftung Warentest: Versicherungen
Hermoney: Versicherungen
Zeit Online: Richtig versichern. Fünf Lektionen zum Umgang mit Risiken.
Spiegel Online: Versicherungen: Höchste Zeit, alle Verträge zu checken

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