Klare Ziele statt schwammigem Wunschdenken

In meinem letzten Blogpost habe ich geschrieben, wie wichtig es ist, Geld zu haben. Geld ist Unabhängigkeit. Geld ist Freiheit. Freiheit, das zu tun, was ich für richtig halte. Für mich selber, für andere. Das, was ich will.

Das Problem ist: Geld kommt nicht von alleine. Ich muss dafür arbeiten, ich muss sparen. Ich muss mich damit beschäftigen.

Viele Menschen wünschen sich, möglichst wenige Gedanken an das Thema Geld verwenden zu müssen. Es soll einfach immer genug da sein.

Das ist so, als würde ich sagen: Ich möchte möglichst wenig Sport machen. Ich möchte einfach jederzeit vom Sofa aufstehen und einen Halbmarathon laufen können.

Seien wir ehrlich: Das wäre so schön! Nur leider funktioniert das so nicht. So, wie wir uns um unsere körperliche Gesundheit kümmern müssen, müssen wir uns um unsere finanzielle Gesundheit kümmern.

Und wie bei der körperlichen Gesundheit hilft es, konkrete Ziele zu haben. Ich will in sechs Wochen am 5km-Lauf teilnehmen. Ich möchte bis Ende des Jahres 25m Kraulschwimmen können, ohne dabei Unmengen Wasser zu schlucken. Ich möchte bis zum nächsten Sommer 5kg abnehmen. Je genauer ich weiß, was mein Ziel ist, umso besser kann ich darauf hinarbeiten.

Bei Finanzen ist das genauso. Setz dir konkrete Ziele. Und wenn du diese Ziele kennst, kannst du dir einen Trainingsplan erstellen, wie du dieses Ziel erreichen wirst.

Was ist dein finanzielles Ziel?

Beispiel: Ich will genug Geld auf dem Konto haben, um im Notfall drei Monate lang davon leben zu können (z.B. wenn ich meinen Job kündigen will. Oder wenn mein Vermieter mir die Wohnung kündigt wegen Eigenbedarf. Oder wenn ich plötzlich schwanger werde). Was bedeutet das? Wie viel Geld brauche ich pro Monat, und wieviel dann entsprechend für drei Monate? Bis wann will ich dieses Ziel erreicht haben, und wieviel will ich monatlich sparen?

Oder: Ich will mir demnächst ein Auto kaufen. Was für ein Auto? Was kostet dieses Auto? Welche Marke, welche Farbe, wieviel PS? Drei Türen oder fünf? Wann genau will ich es kaufen?

Je konkreter du dein Ziel vor Augen hast, umso motivierter bist du, dafür zu kämpfen. Wenn du regelmäßig trainierst, wird es leichter und deutlich befriedigender als das erste Mal, wenn du keuchend und verschämt mit Seitenstechen auf der Laufbahn stehen bleibst.
Tipp: “Ich sollte etwas für die Altersvorsorge machen” ist kein konkretes Ziel. Für wann möchtest du vorsorgen? Wieviel möchtest du monatlich dafür beiseite legen?

Wenn du bei einem Lauf mitlaufen möchtest, nimmst du dir einige “Sport-Abende” pro Woche vor, um zu trainieren. Wenn du dein finanzielles Ziel genau vor Augen hast und weißt, warum du dieses Ziel erreichen willst, fällt es dir leichter, dir “Finanz-Abende” vorzunehmen – Abende, an denen du deine Kontoauszüge anschaust und überlegst, an welchen Stellen du sparen könntest. An denen du deine Freunde zu dir nach Hause einlädst, statt in eine Bar zu gehen (das Bier zu Hause schmeckt genauso gut und kostet die Hälfte). An denen du mit anderen Frauen darüber redest, welche Versicherungen wichtig sind und welche nicht. Das kannst du zum Beispiel in unserer Facebook-Gruppe tun, in der wir uns unter Frauen über alle Fragen rund um das Thema Finanzen austauschen.

Ganz ehrlich: Es ist nicht immer einfach, sparsam zu sein. Es macht keinen Spaß, das Kleingedruckte zu lesen. Deswegen ist es so wichtig, dein Ziel konkret vor Augen zu haben. Dieses Ziel gibt dir die Motivation, um auch einige Durststrecken durchzuhalten.

Um bei der Entwicklung deines “Finanz-Trainingsplans” zu helfen, gibt es im Januar einen Neujahrsvorsätze-Workshop. Melde dich noch heute an! 🙂

 

3 Replies to “Klare Ziele statt schwammigem Wunschdenken”

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